Autor: Andreas Lüneburg

  • Landesvergleischsschießen 2026

    Landesvergleischsschießen 2026

    Alle Jahr, am dritten Samstag im September wird von uns das Landesvergleichsschießen veranstaltet. Mit 58 Teilnehmer aus 8 Gruppen des Bundes der Historischen Bürger- und Landwehren in Bayern e.V. fand es dieses Jahr am 19.09.2026 auf der Anlage der Kgl. Priv. Schützengesellschaft 1430 Haßfurt statt.

    In diesem Jahr wurde diese Traditionsveranstaltung nach der Sportordnung des BKV durchgeführt Die Unterstützung durch die Mitglieder der Kgl. Priv. Schützengesellschaft 1430 Haßfurt war hervorragend und so konnten alle Teilnehmer zügig und erfolgreich ihr Schießprogramm absolvieren.

    Es wurde mit 3 Langwaffen System 98 auf 100m geschossen, wobei es eine Einzel- und eine Mannschaftwertung (Wittelsbacher-Pokal) gab.

    Der Wittelsbacher Pokal ist ein Wanderpokal, aber eigentlich könnten wir ihn gleich in Königsberg stehen lassen, denn die Königsberger sind Superschützen und gewinnen ihn fast immer. Die Sieger Dominik Blümmert, Udo Merz und Detlev Bartesch (Mannschaft Königsberg 2) freuen sich sichtlich.

    Die Sieger des Wittelsbacher Pokals
    Die Siegermannschaft des Wittelsbacher Pokals 2026 (Foto: H. Gollwitzer)
    Schützenkönig 2026 Langwaffe (Foto: H. Gollwitzer)

    Wir schießen einen Schützenkönig für Langwaffen, also Gewehr, aus und einen für Pistole.

    Auf 60m stehend angestrichen erfolgte mit einem Karabiner 98k im Kaliber 8 x 57 IS der Schuss auf die Königsscheibe.

    Die Schützenscheibe wird jeweils vom Schützenkönig des Vorjahres gestiftet, sie zeigt die Künsburg in Königsberg in Franken, denn der letztjährige Schützenkönig der Langwaffe war Stephan Hölzer von der Bürgerwehr 1848 Königsberg.

    Der Landes-Kommandant, Oberst d. Landwehr Jürgen Völkl präsentiert die Scheibe, die sein Kamerad Johannes Strauß von der Grenadiergarde Störnstein geschossen hat. Daneben die beiden Ritter Markus Fischer-Weiß von der Bürgerwehr Kronach und Söhnke Schmidt vom Regiment Wolf.

    Schützenscheibe Langwaffe 2026 (Foto: H. Gollwitzer)
    Schützenscheibe Pistole 2006
    Schützenscheibe Pistole 2006 (Foto: H. Gollwitzer)

    Die beiden Schützenscheiben 2026.

    Auf dem Kurzwaffenstand wurde mit dem Revolver der Landes-Pistolenkönig ausgeschossen.

    Da der letztjährige Landes-Pistolenkönig, Landes-Actuar Andreas Lüneburg, aus Veitshöchheim kommt zeigt die Schützenscheibe die herrliche, große Brunnenanlage im Rokokogarten in Veithöchheim. Landes-Pistolenkönig Stefan Köhler von der Fürstbischöfl. Bambergische Schützen- u. Artillerie-Compagnie zu Cronach und seine beiden Ritter Willinger Alexandro und Christian Gareis von der Bürgerwehr 1848 Königsberg freuen sich über ihren jeweiligen Schuss.

    Schützenkönig Pistole 2026
    Schützenkönig Pistole 2026 (Foto: H. Gollwitzer)

    Wir pflegen die Tradition der engagierten Bürger vor uns, sind aber doch dahingehend modern, dass wir die Gleichberechtigung darüber nicht vergessen. Und so gibt es jedes Jahr eine besondere Ehrung der besten weiblichen Schützin.

    Flintenweib 2026 ist Iris Sauerwein von der Fürstbischöfl. Bambergische Schützen- u. Artillerie-Compagnie zu Cronach.

    Wie man sieht, hatte sich Iris gegen ihre Konkurrentinen aus Kronach durchzusetzen.

    Flintenweib 2026
    Flintenweib 2026 (Foto: H. Gollwitzer)
    Pokal des Landes-Kommandos
    Pokal des Landes-Kommandos (Foto: H. Gollwitzer)

    Die Mitglieder des Landes-Kommandos, was der Vorstand des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern ist, schießen exklusiv unter sich einen Pokal aus.

    Gewinnder ist der stellvertretende Landes-Kommandant Karl Lendner vom Landwehr-Bataillon Grafenau.

    Geschossen wird mit Pistole auf 60 m.

    Beim Einzelschießen war Landes-Actuar Andreas Lüneburg der beste Schütze, zweiter war Peter Gollwitzer von der Grenadiergarde Störnstein und drittbester Schütze war Iris Sauerwein, Fürstbischöfl. Bambergische Schützen- u. Artillerie-Compagnie zu Cronach.

    Den besten Tiefschutz setzte Hauptmann Manfred Barfuß von der Bürgerwehr 1848 Königsberg, den zweitbesten Schuss gab Josef Barnickel von der Cronacher Ausschuß-Compagnie ab, gefolgt von Peter Gollwitzer von der Grenadiergarde Störnstein.

    Die erreichten Ringzahlen wurden wieder zum Vorjahr verbessert. Dies zeigt uns, dass die Teilnehmer die Zeit zwischen den Landesschießen intensiv zum Trainieren nutzen. Nach der Auswertung und der Siegerehrung endete das Landesschießen in gemütlicher Runde mit den Kameraden aus Königsberg im Vereinshaus der Schützengesellschaft.

    6 Standaufsichten sorgten wieder für einen sicheren Ablauf, und eine Dame übernahm den bürokratischen Teil. Vielen Dank an alle Helfer, Teilnehmer und an die gastgebende Gruppe, die Bürgerwehr 1848 Königsberg und im nächsten Jahr werden wir diese erfolgreiche und sehr schöne Veranstaltung wieder durchführen.

    Uwe Klotz, Landes-Schießübungsinspektor

  • Rüstungskammer Emden

    Rüstungskammer Emden

    In Emden befindet sich im Ostfriesischen Landesmuseum das größte stadteigene Waffenarsenal in Deutschland.

    Das seit 1582 belegte Zeughaus zeigt eindrucksvolle Harnische, Luntenschlossmusketen, Piken, Wallbüchsen, Hellebarden und vieles mehr vor allem aus dem 16. Und 17. Jahrhundert. Diese einmalige Sammlung stellt ein unschätzbares Zeugnis des Selbstbewusstseins und des Bürgersinns der Emdener Stadtbevölkerung in der frühen Neuzeit dar.

    Auf jeden Fall sollte dieses einmalige Museum bei einem Aufenthalt in Emden besucht werden.

    Einige Angehörige des Regimentes Johann Wolf hatten die einmalige Gelegenheit das Depot dieses Museum zu besuchen und verschiedene Exponate in Händen zu halten und auch zu fotografieren und zu vermessen. Auch die Fachgespräche mit dem Leiter dieses Depots war sehr fruchtbar. Das hat unsere Intention, eine möglichst authentische Darstellung einer militärischen Einheit in der Bayerischen Armee des 17. Jahrhundert zu realisieren sehr unterstützt. Eine einmalige Gelegenheit, die wir gerne genutzt haben.

    Regal mit alten Gewehren
    Rüstkammer
    Karabiner
    Alte Waffen
    Seitengewehre
    Seitengewehre
  • Tag der bayerischen Militär-Tradition

    Tag der bayerischen Militär-Tradition

    Am 16.09.2026 wurde zum vierten Mal der Tag der bayerischen Militär-Tradition begangen. Chef der Veranstaltung ist der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien Dr. Florian Hermann. Der Tag stand unter dem Motto „Die Reserve stärken“.

    Der Moderator OTL d. Reserve Michael Kaiser

    Der Landesverband war durch den Landes-Kommandanten Oberst d. LW Jürgen Völkl, die Fahnenabordnung für die Landesfahne der Hist. Fürstbischöfl. Bambergische Schützen- u. Artillerie-Compagnie zu Cronach (1760), den stellvertretenden Landes-Kommandanten, Karl Lendner mit Begleiter sowie den Berichterstatter vertreten.

    Moderiert wurde die Veranstaltung von unserem hochgeschätzten Ehrenmitglied, Oberstleutnant der Reserve Michael Kaiser.

    Die Landesfahne

    Begonnen wurde der Tag mit einem ökumenischen Feldgottesdienst in der Eingangshalle des neuen Schlosses Schleißheim. Zelebranten waren der evangelische Militärdekan Jochen Bernhardt, Neubiberg und der katholischen Militärdekan Jürgen Andreas Eckert, München, der in seiner Predigte mahnte die Diskussion der Werte ergebnisoffen anzugehen und zu führen, auf die sich die verändernde Gesellschaft verständigen kann und muss. Dabei warnte er auch vor einer falschen Toleranz, die neue Gruppen einfordern. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr.

    Anschließend wurden Kränze u.a. im Namen der Bayerischen Staatsregierung, der Bundeswehr und der Arbeitsgemeinschaft der Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände niedergelegt, um der gefallenen und verwundeten Soldatinnen und Soldaten zu gedenken. Auch das Haus Wittelsbach gedachte durch unseren Schirmherrn, Seine Königliche Hoheit Prinz Wolfgang, den Soldaten des Leib-Regiments.

    Die Kranzniederlegung endete mit dem Lied vom Guten Kameraden.

    Anschließend begab man sich in den großen Saal im 1. Obergeschoss, wo der Tag der bayerischen Militär-Tradition seinen Fortgang nahm.

    Feldgottesdienst in Schloss Schleißheim
    Feldgottesdienst in Schloss Schleißheim
    Grußwort von Dr. Florian Hermann
    Grußwort von Dr. Florian Hermann
    (Autor unbekannt, Quelle: https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2026/09/20260916_1530_22-1024×768.jpeg)

    In seiner Eröffnungsrede sagte Dr. Florian Hermann:
    „Tradition bedeutet, Geschichte und Erinnerung wachzuhalten und zugleich Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Deutschland und Europa müssen verteidigungsfähig sein. Dafür brauchen wir eine starke Bundeswehr und eine starke Reserve. Der neue Wehrdienst ist ein wichtiger Schritt. Bayern ist Bundeswehrland und Defense Tech Standort Nr. 1.
    Wir unterstützen den Aufwuchs der Bundeswehr, beschleunigen militärische Bauprojekte und stärken Forschung, Hightech und die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Mit unseren Gesetzen zur Förderung der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie haben wir dafür die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt. Bayern zeigt Flagge für unsere Bundeswehr, unsere Reserve und unsere Traditionsverbände! Danke für ihren Dienst und ihren Einsatz für Frieden, Freiheit und Sicherheit!“
    Quelle: https://www.instagram.com/p/DdWxuYBsQzj/

    Die Festrede wurde von Frau Dr. Jana Puglierin gehalten, Leiterin des Think-Tanks European Council on Foreign Relations (ECFR) in Berlin.

    Sie erläuterte die veränderte Bedrohungslage seit Februar 2022 mit der Invasion der Ukraine durch russische Truppen. Auch die Haltung des jetzigen Präsidenten der USA zur Nato verändert die sicherheitspolitische Lage, auch wenn eine Umorientierung der US Außenpolitik schon mit Barack Obama begonnen hat. Dabei festzustellen ist, dass auf der militärischen Ebene die Verbindung zu den europäischen Nato-Partnern enger denn je ist.

    Wichig ist, dass sich die Gesellschaft auf die ernste Lage einstellt, was auch von der Politik vorangetrieben werden muss. Die Einstellung, der Mindset, muss sich ändern, denn unser Denken und unser Grundgesetz kennen nur Frieden oder Verteidigungsfall. Ganz anders ist das Denken in Russland, dort ist Krieg in vielen Facetten denkbar und handhabbar, durch Drohungen, Desinformationkampagnen, die sogenannte hybride Kriegsführung, also Angriffe auf lebensnotwendige Infrastruktur, Hackerangriffe, Provokationen durch Drohnenüberflüge etc.

    Die deutsche Gesellschaft muss sich der Ziele Putins bewusster werden, die er ja ganz öffentlich bekanntgibt, und auch der falschen Begründungen, die er für seine Aggression gegen Europa und besonders Deutschland anführt.

    Das Ziel muss mehr Resilienz sein.

    Die Festrednerin
    Frau Dr. Jana Puglierin hält die Festrede
    Podiumsdiskussion
    Podiumsdiskussion zumThema „Die Reserve stärken“

    Es folgte eine Podiums-Diskussion zum Thema „die Reserve stärken“ in der verschiedene Aspekte beleuchtet wurden.

    Generalleutnant Harald Gante (Kommandeur Feldheer) freute sich, dass die Regierung begonnen hat, die Vernachlässigung der Bundeswehr wieder gut zu machen, was natürlich teuer und zeitaufwendig ist. Erfreulich ist, dass nun auch die Reserve mit neuer Ausrüstung, Waffen und eigenen Fahrzeugen ausgestattet wird, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Und er stellte auch fest, dass sich immer mehr junge Menschen für den Beruf des Soldaten entscheiden, seit dem die Bedrohung als solche wahr und ernst genommen wird.

    Prof. Dr. Frank Walthes (Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern) betonte, dass für die Privatwirtschaft nur eine Friedensordnung in Frage kommt, damit sie planen und ihre Aufgaben erfüllen kann. Gleichzeitig muss sie sich vor den Angriffen schützen, die häufig mit Russland verbunden sind.
    Einen Beitrag zu mehr Resilienz kann die Privatwirtschaft leisten, indem sie Reservisten für Übungen und Lehrgänge freistellt und sieht, dass sich ihre Mitarbeiter dort weitere Kompetenzen erarbeiten, z.B. Stress aushalten. Sie kann aber auch mithelfen, mit einem Tag der Uniform oder der Ehrenamtler, so dass das Engagement geehrt wird. Diesen Weg hat die Versicherungskammer Bayern beschritten.

    MdB Bastian Ernst (Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.) freut sich, dass die Reservisten mehr eingebunden werden sollen und dass sich auch in der Verwaltung des Personals die Dinge bessern.

    Frau Dr. Jana Puglierin wies auf die Modelle von Reservisten in Finnland, in der Schweiz und in Israel hin, wo die Reserve selbstverständlicher Teil der Gesellschaft ist. Ein kleiner Weg zu mehr Resilienz der Gesellschaft kann mit Finnland aufgewiesen werden, wo es in den Schulen ein Schulfach gibt „Umgang mit Katastrophen“, wenn gezeigt wird, wie man sich beispielsweise bei Stromausfall verhalten sollte.

    Beim anschließenden Empfang der Staatsregierung wurden die Teilnehmer mit herrlichen Speisen und guten Getränken verwöhnt, und es gab Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen.

  • Feier Traditionsvereins des ehemaligen königlich bayerischen 4. Chevauleger – Regiment „König“ e.V.

    Feier Traditionsvereins des ehemaligen königlich bayerischen 4. Chevauleger – Regiment „König“ e.V.

    Am Sonntag, 06.09.2026 feierte der Münchner Traditionsverein des ehemaligen königlich bayerischen 4. Chevauleger – Regiment „König“ e.V. den 135. Jahrestag des Vereins ehemaliger königlicher Cheveaulegers München 1892, wozu auch der Bund historischer Bürger- und Landwehren eingeladen war. Der Landes-Kommandant und der Landes-Aktuar nahmen als Abordnung teil.

    Der Gedenkgottesdienst fand in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg im Rahmen der heiligen Messe statt.

    Die Fahnenabordnung der 4. Cheveaulegers nimmt im Altarraum links Aufstellung.
    Die Fahnenabordnung der 4. Cheveaulegers nimmt im Altarraum links Aufstellung. (Foto: A. Lüneburg)
    Fahnenabordnungen verschiedener Reservistenvereine aus Augsburg und Umgebung
    Fahnenabordnungen verschiedener Reservistenvereine aus Augsburg und Umgebung (Foto: A. Lüneburg)

    Im Anschluss ging es zum Denkmal des 4. Königl. Bayer. Cheveaulegers-Regiment, das leider wegen der Baustelle verhüllt ist.

    Im St. Ulich-Haus fand dann die Feier am passenden Ort statt, denn hier im ehemaligen Kloster war das Regiment über 100 Jahre kaserniert.

    Der dritte Bürgermeister Augsburgs, Herr Bernd Zitzelberger hielt die Festrede, in der er zunächst an die Geschichte des Regiments von dessen Gründung 1744 bis zu dessen Auflösung 1919 erinnerte und an die soziale Arbeit des Vereins der ehemaligen Cheveaulegers. Im zweiten Teil ging er auf die militärische Erinnerungskultur ein und die Problematik für die Bundeswehr aufgrund des 1. und. 2. Weltkriegs, womit die Frage verbunden ist, auf welche Werte wir uns berufen sollen. Gleichzeit ist Erinnerung im militärischen Rahmen nicht nur Erinnerung an Heldentaten und Siege, sondern auch an das Leid der Soldaten und der eigentlich unbeteiligten Zivilpersonen.

    Noch etwas zum Nachlesen über das
    4. K.B. Cheveaulegers-Regiment König
    und über den
    Traditionsverein

    Ein Dank des 1. Vorsitzenden der 4. Cheveaulegers an den Festredner (Foto: A. Lüneburg)
  • Garnisonmuseum Nürnberg

    Garnisonmuseum Nürnberg

    Außer den großen und vielbekannten Militärmuseen gibt es immer wieder kleine, kaum beachtete Museen, die es aber wert sind, besucht zu werden. Eines dieser kleinen, aber feinen Militärmuseen ist das Garnisonsmuseum in Nürnberg. Dieses Museum untersteht unserem Ehren-Mitglied Michael Kaiser und lohnt einen Besuch auf jeden Fall.

    Eingang zum Garnisonmuseum Nürnbeg

    Schon die Lokalität ist besonders, denn das Garnisonsmuseum Nürnberg befindet sich in einem ehemaligen Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg, der dem Luftschutz diente und so entworfen wurde, als würde er zur historischen Stadtmauer gehören.

    Hier im Stadtteil Hohe Marter in der Zweibrückener Str. 54 befindet sich eine sehr gute Sammlung, die die 950-jährige Geschichte des Militärs in Mittelfranken im Zusammenhang mit der deutschen und der bayerischen Militärgeschichte dokumentiert.
    Fokus liegt auf den Städten Nürnberg, Fürth und Erlangen und dem Leben ihrer Soldaten.

    Der Turmbunker, der das Garnisomuseum beherbergt.

    Es gibt viele militärische Gegenstände von Beginn des dreißigjährigen Krieges bis zur frühen Bundeswehr zu sehen. Die Ausstellung beinhaltet Uniformen, Fahrzeuge, Waffen, Ausrüstungsteile, Fotos, Dokumente, Orden, Ehrenzeichen und vieles mehr.

    Tafel mit der Entwicklung der Uniform vom Königreich Bayern bis zur Bundeswehr
    Die Entwicklung der Uniform vom Königreich Bayern bis zur Bundeswehr

    Die einzelnen Exponate jetzt hier aufzuzählen würde den Rahmen des Beitrages sprengen, nur so viel – dieses Museum ist einen Besuch wert. Zu sehen ist ein großer Querschnitt durch die Ausrüstung und Bewaffnung der deutschen Armeen in den verschiedenen Epochen. Einige komplette Großdioramen runden diese Ausstellung ab. Dazwischen findet man immer wieder spezielle Exponate, die man sonst nirgends findet. Doch nicht nur reine Militärgegenstände sind hier zu bestaunen, auch viele Artikel von aufgelösten Kriegervereinen, Veteranenvereinen, Bürger- und Landwehren und ähnlichen kann man hier anschauen und begutachten.

    Handfeuerwaffen
    Fahne des 8. Feldartillerie-Regiments
    Uniform eines bayerische Infanteristen
    Uniform eines bayerischen Soldaten
    Tafel zur Geschichte des 14. bayerischen Infanterie-Regminents

    Gerade für einige Einheiten wäre eine Recherche, betreffend ihrer Ausstattung zu einer authentischen Darstellung sehr dienlich und hier eignet sich das Garnisonsmuseum Nürnberg sehr gut.

    Hier die Internetseite mit einer ausführlichen Erklärung, dem Standort und den Öffnungszeiten mit der Kontaktadresse : Garnisonmuseum Nürnberg

    Uwe Klotz, Landes-Schießübungsinspektor

    Fahne des Kriegervereins Groß- und Kleingeschaidt im Nünrberger Land
  • Pfingstauszug 2026 der Bürgerwehr 1848 Königsberg in Franken

    Pfingstauszug 2026 der Bürgerwehr 1848 Königsberg in Franken

    Der Pfingstauszug der Bürgerwehr geht auf die Revolution von 1848 zurück, weshalb die Bürger eine schwarz-rot-goldene Krawatte tragen. Damals, 1848 war das eine Straftat, heutzutage ist es ein Ausdruck von Patriotismus, diese Farben zu tragen.

    108 Bürger traten am Pfingstdienstag um 9 Uhr bewaffnet mit blumengeschmückten Gewehr oder Spazierstock auf dem Marktplatz an. Zuerst wird exerziert, wenn die Fahne kommt wird zunächst vor den Ehrengästen paradiert, bevor auf den Bleichdamm marschiert wird.

    Doch dieses Jahr galt es zuvor eine ganze Reihe von Ehrungen für den Dienst durchzuführen.

    Der Kommandant des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern verlieh lang gedienten Mitgliedern des Kommandos der Bürgerwehr 1848 in Franken für ihre langen Dienstjahre die silberne bzw. die goldene Verdienstmedaille.

    Ehrungen in Königsberg

    Auch der Hauptmann der Bürgerwehr 1848 wurde geehrt und zwar mit dem Verdienstkreuz des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern.
    Links der Landes-Kommandant, in der Mitte der Hauptmann und rechts der Bürgermeister von Königsberg.

    Ein schöner Blick über den Marktplatz während der Ehrungen.

    Auf dem Bleichdamm wird die eigentliche Parade abgehalten.

    Zunächst wird kompanieweise paradiert.
    Hier marschiert die 2. Kompanie im Stechschritt am Hauptmann vorbei.

    Parademarsch der 2. Kompanie (Foto Henning Snater)

    Jetzt marschiert das gesamte Bataillon in Regimentskolonne.
    Den Stechschritt durchzuhalten und die Linie gerade gerade zu halten, ist schon eine körperliche Herausforderung.

    Parademarsch in der Regimentskolonne (Foto Henning Snater)

    Es wird auch ein Königsschießen durchgeführt, bei dem 100 Preise vergeben werden. Die letzen 16 Preise sind ein Löffel, der berechtigt, bei der Feier des Schützenkönigs teilzunehmen. Der wohl begehrteste Preis!

    Am Ende des Tages treten diese 16 Schützen noch einmal an, sie bilden die sog. Löffelgarde. Dieses ist die Gruppe links. Die Kompanie rechts ist die Fahnenkompanie, sie darf ebenfalls dorthin. Die Mitglieder der Fahnenkompanie werden aus der Bürgerschaft gewählt.

  • Kommandaten-Tagung 2026 in Kronach

    Kommandaten-Tagung 2026 in Kronach

    Gruppenbild vor der Burg Kronach

    Es war wieder ein gelungenes Fest, ein herzliches Dankeschön an die ausrichtende Einheit, die Hist. Fürstbischöfl. Bambergische Schützen- u. Artillerie-Compagnie zu Cronach.

    Der erste Teil des Tages ist der Stärkung der Anreisenden gewidmet, die tw. drei Stunden und mehr unterwegs sind. Bayern ist groß! Die Damen der Compagnie bereiteten ein großartiges Frühstücksbuffet.

    Das Kronach Frühstücksbuffet

    Der zweite Teil ist der Empfang des Landesverbandes, nach der Begrüßung durch Jörg Wertmann von der gastgebenden Wehr, werden Grußworte des Landes-Kommandanten, Oberst d. LW Jürgen Völkl, das Präsidenten der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) e.V., Otmar Krumpholz und der politischen Vertreter der Region dargebracht. Frau Bürgermeisterin Hoffmann nutzte die Gelegenheit, Ihre Stadt vorzustellen genauso wie Landrat Löffler seinen Landkreis.

    Der morgendliche Empfang durch gastgebende Wehr mit den politischen und kirchlichen Vertretern

    Für den dritten Teil zogen die Wehren mit klingendem Spiel auf die Bastei Marie. Hier fand nun die Meldung an den Landes-Kommandanten statt, der anschließend mit den Ehrengästen die Front der angetretenen Wehren abschritt.

    Der Musikverein Friesen spielt zum Defilée
    Zum Defilée angetreten

    Es folgten die Ehrungen und Beförderungen:

    Bürgermeisterin der Stadt Kronach Angela Hofmann erhielt die Silberne Verdienstmedaille, Landrat Klaus Löffler die Goldene Verdienstmedaille.

    Frau Bürgermeister Hofmann erhält zum Dank für die Unterstützung die Silberne Verdienstmedaille
    Landrat Löffler wird als Dank für die Unterstützung mit der Goldenen Verdienstmedaille geehrt.

    Karl-Heinz Pohl und Gisela Lang, beide vom Verein Cronacher Ausschuss Compagnie) wurden für ihre langjährige Tätigkeit im Landesverband und ihrer Einheit mit der Goldenen Verdienstmedaille geehrt.

    Karl-Heinz Pohl wird mit der Goldenen Verdienstmedaille geehrt.
    Gisela Lang wurde mit der Goldenen Verdienstmedaille geehrt.

    Aufgrund ihrer Tätigkeiten und neuen Aufgaben wurden eine Reihe von Wehrleuten befördert:

    Markus Fischer-Weiß vom Verein Historische Bürgerwehr Kronach zum Corporal

    Stefan Köhler vom Verein Historische Bürgerwehr Kronach zum Corporal

    Jörg Werthmann vom Verein Historische Bürgerwehr Kronach zum Oberleutnant

    Hubert Walter vom Verein Historische Bürgerwehr Kronach zum Hauptmann

    Beförderungen

    Auch der Präsident der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) e.V., Otmar Krumpholz, konnte eine große Anzahl von Wehrleuten mit den verschiedenen Auszeichnungen des BKV ehren:

    • Fähnrich-Tätigkeitsabzeichen in Silber
    • Böllerschützenverdienstkreuz in Bronze
    • Böllerschützenverdienstkreuz in Silber
    • Böllerschützenverdienstkreuz in Gold
    Ehrungen durch den Präsidenten des BKV Otmar Krumpholz

    Höhepunkt des morgendlichen Appells ist die Fahnenübergabe, denn als Ehrung durch den Landesverband, führt die Wehr, die die Kommandanten-Tagung ausrichtet, bis zur nächsten die Landesfahne auf Veranstaltungen, die der Landesverband oder das Landes-Kommando besucht.

    Fahnenübergabe

    Nachdem gemeinsamen Mittagessen auf der Festung versammelten sich die Kommandanten und Mitglieder zur Kommandanten-Tagung, wie unsere Jahreshauptversammlung genannt wird.

    Die Mitgliederversammlung

    Der vierte Teil des Tages begann mit den Berichten des Landes-Kommandanten und der Funktionsträger, von denen der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer (bei uns Landes-Casse-Revisoren genannt) formal besonders wichtig sind. Es wurde eine ausgezeichnete Kassenführung attestiert, und es konnte die Entlastung des Landes-Kommandos, wie unser Vorstand heißt, vollzogen werden.

    Der Landes-Schießübungsinspektor berichtete, dass zur Erfüllung der gesetzlichen Pflichten der Landesverband mehrere Lehrgänge zu Waffenrecht, Sprengstoffrecht und Beschussrecht mit großem Erfolg durchgeführt wurden. Ebenso wurden die Kommandanten mit Berichten zu aktuellen Änderungen der Gesetze und Verwaltungspraxis informiert. Er drängte die anwesenden Wehren, nicht nur den Schein nach § 27 SprengstoffG, sondern auch den Böllerschützenschein zu machen, da die Gesetzeslage in der BRD viel komplizierter als im benachbarten Ausland ist.

    Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Neuausrichtung des Landesverbandes sowohl regional als auch thematisch. Der Verband bestand schon immer aus mehr als den im Namen genannten Land- und Bürgerwehren in Bayern. Nun soll dies satzungsmäßig verankert und ausgeweitet werden auf wehrhistorische Gruppen überhaupt und auch für Gruppen außerhalb Bayerns. Die Zustimmung der anwesenden Kommandanten war riesig. Als eine zeitliche Begrenzung wurde die Zeit um 1500 diskutiert, aber nicht beschlossen.

    Abgerundete wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag des Landes-Aktuars, Hauptmann d. LW Andreas Lüneburg, über die Landwehr-Artillerie in Bayern 1807-1869. Diese sollte laut dem Gründungs-Gesetz von 1807 nur in Städten bestehen, die vorher schon Kanonen in ihren Mauern gehabt hatten, also in den alten Reichsstädten. Forschungen zur Landwehr in Schweinfurt zeigen, dass die Artillerie auch in den 1830er Jahren ihre Aufgabe hatte, z.B. im Abgeben von Signalschüssen bei Hochwasser und Eisgang. Das könnte eine Erklärung sein, warum 1832 die Bildung einer neuen Artillerie-Kompanie in Günzburg genehmigt wurde, nach einer Reihe von eisigen Wintern mit monatelangen Temperaturen von unter 30° C.

    Andreas Lüneburg, Hauptmann d. LW

    (Landes-Aktuar)

  • Lehrgang zu Waffenrecht, Sprengstoffrecht und Beschussrecht 2026

    Lehrgang zu Waffenrecht, Sprengstoffrecht und Beschussrecht 2026

    Im Jahre 2025 wurde vom Landesverband der erste Lehrgang Waffenrecht, Sprengstoffrecht und Beschussrecht angeboten und auch durchgeführt. Am 23.02.2025 haben 16 Teilnehmer diesen Kurs absolviert und haben somit ihren Wissenstand zu den genannten Gesetzen auf den neuesten Stand gebracht.

    Am 28.02.2026 haben wir diesen Kurs nochmals durchgeführt und wieder haben 16 Teilnehmer mit Erfolg teilgenommen.

    Bei beiden Kursen war das Feedback generell positiv und es kamen auch Anregung zur Verbesserung und Erweiterung dieser Kurse, die wir gerne annahmen. Auf Grund der schnellwechselnden Gesetze und Verordnungen und der mangelnden Informiertheit der Betroffenen, werden wir diese Kurse auch weiterhin anbieten und ausbauen.  Damit haben wir der gesetzlich vorgeschrieben Informationspflicht genüge getan. Der Landesverband hat seine Pflicht als Dachverband erfüllt.

    Folgende Einheiten wurden mit einer Teilnahmebescheinigung an diesem Kurs geehrt:

    • Landeskommando
    • Cronacher Ausschuß Compagnie
    • Lobkowitzische Grenadiergarde
    • Fürstbischöfliche Schützen- und Artilleriegarde Kronach
    • Fähnlein von der Weyden
    • Regiment Johann Wolf
    • Schützencompagnie Waldmünchen
    • Bürgerwehr 1848 Königsberg
    • Regiment König
    • Bürgerwehr Neustadt an der Waldnaab
    • Bürgerwehr Bensheim vom benachbarten Landesverband Baden/Südhessen (war angemeldet, musste leider krankheitsbedingt absagen)

    Der Landes-Schießübungsinspektor wird auch weiterhin die aktuellen Gesetzesänderungen an alle Kursteilnehmer und Interessierte mailen.

    Weiterhin wird der Landesverband darauf Wert legen, dass seine Mitglieder möglichen Problemen in Bezug auf das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz und das Beschussrecht durch die entsprechenden Informationen und Schulungen aus dem Wege gehen. Welche Kurse wir anbieten, werden wir Zeitnah mitteilen.

    Ansonsten steht der Landes-Schießübungsinspektor allen Mitglieder bei Fragen zum Waffengesetz, Sprengstoffgesetz und Beschussrecht und allen damit verbunden Anliegen gerne zur Verfügung.