Kategorie: Aktuelles

  • Garnisonmuseum Nürnberg

    Garnisonmuseum Nürnberg

    Außer den großen und vielbekannten Militärmuseen gibt es immer wieder kleine, kaum beachtete Museen, die es aber wert sind, besucht zu werden. Eines dieser kleinen, aber feinen Militärmuseen ist das Garnisonsmuseum in Nürnberg. Dieses Museum untersteht unserem Ehren-Mitglied Michael Kaiser und lohnt einen Besuch auf jeden Fall.

    Eingang zum Garnisonmuseum Nürnbeg

    Schon die Lokalität ist besonders, denn das Garnisonsmuseum Nürnberg befindet sich in einem ehemaligen Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg, der dem Luftschutz diente und so entworfen wurde, als würde er zur historischen Stadtmauer gehören.

    Hier im Stadtteil Hohe Marter in der Zweibrückener Str. 54 befindet sich eine sehr gute Sammlung, die die 950-jährige Geschichte des Militärs in Mittelfranken im Zusammenhang mit der deutschen und der bayerischen Militärgeschichte dokumentiert.
    Fokus liegt auf den Städten Nürnberg, Fürth und Erlangen und dem Leben ihrer Soldaten.

    Der Turmbunker, der das Garnisomuseum beherbergt.

    Es gibt viele militärische Gegenstände von Beginn des dreißigjährigen Krieges bis zur frühen Bundeswehr zu sehen. Die Ausstellung beinhaltet Uniformen, Fahrzeuge, Waffen, Ausrüstungsteile, Fotos, Dokumente, Orden, Ehrenzeichen und vieles mehr.

    Tafel mit der Entwicklung der Uniform vom Königreich Bayern bis zur Bundeswehr
    Die Entwicklung der Uniform vom Königreich Bayern bis zur Bundeswehr

    Die einzelnen Exponate jetzt hier aufzuzählen würde den Rahmen des Beitrages sprengen, nur so viel – dieses Museum ist einen Besuch wert. Zu sehen ist ein großer Querschnitt durch die Ausrüstung und Bewaffnung der deutschen Armeen in den verschiedenen Epochen. Einige komplette Großdioramen runden diese Ausstellung ab. Dazwischen findet man immer wieder spezielle Exponate, die man sonst nirgends findet. Doch nicht nur reine Militärgegenstände sind hier zu bestaunen, auch viele Artikel von aufgelösten Kriegervereinen, Veteranenvereinen, Bürger- und Landwehren und ähnlichen kann man hier anschauen und begutachten.

    Handfeuerwaffen
    Fahne des 8. Feldartillerie-Regiments
    Uniform eines bayerische Infanteristen
    Uniform eines bayerischen Soldaten
    Tafel zur Geschichte des 14. bayerischen Infanterie-Regminents

    Gerade für einige Einheiten wäre eine Recherche, betreffend ihrer Ausstattung zu einer authentischen Darstellung sehr dienlich und hier eignet sich das Garnisonsmuseum Nürnberg sehr gut.

    Hier die Internetseite mit einer ausführlichen Erklärung, dem Standort und den Öffnungszeiten mit der Kontaktadresse : Garnisonmuseum Nürnberg

    Uwe Klotz, Landes-Schießübungsinspektor

    Fahne des Kriegervereins Groß- und Kleingeschaidt im Nünrberger Land
  • Pfingstauszug 2026 der Bürgerwehr 1848 Königsberg in Franken

    Pfingstauszug 2026 der Bürgerwehr 1848 Königsberg in Franken

    Der Pfingstauszug der Bürgerwehr geht auf die Revolution von 1848 zurück, weshalb die Bürger eine schwarz-rot-goldene Krawatte tragen. Damals, 1848 war das eine Straftat, heutzutage ist es ein Ausdruck von Patriotismus, diese Farben zu tragen.

    108 Bürger traten am Pfingstdienstag um 9 Uhr bewaffnet mit blumengeschmückten Gewehr oder Spazierstock auf dem Marktplatz an. Zuerst wird exerziert, wenn die Fahne kommt wird zunächst vor den Ehrengästen paradiert, bevor auf den Bleichdamm marschiert wird.

    Doch dieses Jahr galt es zuvor eine ganze Reihe von Ehrungen für den Dienst durchzuführen.

    Der Kommandant des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern verlieh lang gedienten Mitgliedern des Kommandos der Bürgerwehr 1848 in Franken für ihre langen Dienstjahre die silberne bzw. die goldene Verdienstmedaille.

    Ehrungen in Königsberg

    Auch der Hauptmann der Bürgerwehr 1848 wurde geehrt und zwar mit dem Verdienstkreuz des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern.
    Links der Landes-Kommandant, in der Mitte der Hauptmann und rechts der Bürgermeister von Königsberg.

    Ein schöner Blick über den Marktplatz während der Ehrungen.

    Auf dem Bleichdamm wird die eigentliche Parade abgehalten.

    Zunächst wird kompanieweise paradiert.
    Hier marschiert die 2. Kompanie im Stechschritt am Hauptmann vorbei.

    Parademarsch der 2. Kompanie (Foto Henning Snater)

    Jetzt marschiert das gesamte Bataillon in Regimentskolonne.
    Den Stechschritt durchzuhalten und die Linie gerade gerade zu halten, ist schon eine körperliche Herausforderung.

    Parademarsch in der Regimentskolonne (Foto Henning Snater)

    Es wird auch ein Königsschießen durchgeführt, bei dem 100 Preise vergeben werden. Die letzen 16 Preise sind ein Löffel, der berechtigt, bei der Feier des Schützenkönigs teilzunehmen. Der wohl begehrteste Preis!

    Am Ende des Tages treten diese 16 Schützen noch einmal an, sie bilden die sog. Löffelgarde. Dieses ist die Gruppe links. Die Kompanie rechts ist die Fahnenkompanie, sie darf ebenfalls dorthin. Die Mitglieder der Fahnenkompanie werden aus der Bürgerschaft gewählt.