Der Pfingstauszug der Bürgerwehr geht auf die Revolution von 1848 zurück, weshalb die Bürger eine schwarz-rot-goldene Krawatte tragen. Damals, 1848 war das eine Straftat, heutzutage ist es ein Ausdruck von Patriotismus, diese Farben zu tragen.
108 Bürger traten am Pfingstdienstag um 9 Uhr bewaffnet mit blumengeschmückten Gewehr oder Spazierstock auf dem Marktplatz an. Zuerst wird exerziert, wenn die Fahne kommt wird zunächst vor den Ehrengästen paradiert, bevor auf den Bleichdamm marschiert wird.
Doch dieses Jahr galt es zuvor eine ganze Reihe von Ehrungen für den Dienst durchzuführen.
Der Kommandant des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern verlieh lang gedienten Mitgliedern des Kommandos der Bürgerwehr 1848 in Franken für ihre langen Dienstjahre die silberne bzw. die goldene Verdienstmedaille.

Auch der Hauptmann der Bürgerwehr 1848 wurde geehrt und zwar mit dem Verdienstkreuz des Bundes historischer Land- und Bürgerwehren in Bayern.
Links der Landes-Kommandant, in der Mitte der Hauptmann und rechts der Bürgermeister von Königsberg.

Ein schöner Blick über den Marktplatz während der Ehrungen.

Auf dem Bleichdamm wird die eigentliche Parade abgehalten.
Zunächst wird kompanieweise paradiert.
Hier marschiert die 2. Kompanie im Stechschritt am Hauptmann vorbei.

Jetzt marschiert das gesamte Bataillon in Regimentskolonne.
Den Stechschritt durchzuhalten und die Linie gerade gerade zu halten, ist schon eine körperliche Herausforderung.

Es wird auch ein Königsschießen durchgeführt, bei dem 100 Preise vergeben werden. Die letzen 16 Preise sind ein Löffel, der berechtigt, bei der Feier des Schützenkönigs teilzunehmen. Der wohl begehrteste Preis!
Am Ende des Tages treten diese 16 Schützen noch einmal an, sie bilden die sog. Löffelgarde. Dieses ist die Gruppe links. Die Kompanie rechts ist die Fahnenkompanie, sie darf ebenfalls dorthin. Die Mitglieder der Fahnenkompanie werden aus der Bürgerschaft gewählt.

